Ein Kollege geht in den Ruhestand, wechselt den Job oder wird verabschiedet, und du sollst die Abschiedsrede halten? Das ist eine schöne Geste, aber auch eine Herausforderung. Schließlich willst du dem Anlass gerecht werden, ohne dass es peinlich, langweilig oder zu förmlich wird. In diesem Artikel bekommst du 7 praktische Tipps, die dir helfen, eine gelungene Abschiedsrede zu schreiben und souverän vorzutragen.
Tipp 1: Kläre den Rahmen
Bevor du anfängst zu schreiben, stell dir ein paar wichtige Fragen: Wie groß ist die Runde? Wie gut kennst du die Person? Ist es ein formeller Anlass oder eher eine lockere Feier? Die Antworten bestimmen den Ton deiner Rede.
Faustregel:
- Kleine Runde unter Kollegen: persönlich, locker, humorvoll
- Große Verabschiedung mit Geschäftsführung: etwas formeller, aber trotzdem persönlich
- Ruhestand nach vielen Jahren: würdigend und wertschätzend, gerne mit einem Rückblick
- Jobwechsel eines jüngeren Kollegen: leicht, motivierend, nach vorne blickend
Tipp 2: Beginne mit einer persönlichen Verbindung
Der Einstieg ist entscheidend. Starte nicht mit „Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind heute hier, um...“. Das klingt wie eine Betriebsversammlung.
Beginne stattdessen mit einer konkreten Erinnerung, einer lustigen Situation oder dem Moment, in dem du den Kollegen kennengelernt hast. Das zieht die Zuhörer sofort rein und schafft eine persönliche Atmosphäre.
Beispiel: „Als ich 2015 angefangen habe, war Thomas der Erste, der in mein Büro kam. Nicht um mich willkommen zu heißen, sondern um zu fragen, ob ich seinen Locher gesehen habe.“
Tipp 3: Erzähle Geschichten aus dem Arbeitsalltag
Die besten Abschiedsreden bestehen nicht aus Aufzählungen von Projekten und Beförderungen. Sie bestehen aus Geschichten, die den Menschen hinter dem Kollegen zeigen.
Gute Geschichten für Abschiedsreden:
- Lustige Situationen aus dem Büroalltag
- Momente, in denen der Kollege anderen geholfen hat
- Eigenarten, die alle kennen und schmunzelnd wiedererkennen
- Gemeinsame Erlebnisse auf Dienstreisen oder Firmenfeiern
Wähle 2 bis 3 Geschichten, die den Charakter des Kollegen zeigen. Achte darauf, dass sie positiv und wertschätzend sind. Eine Abschiedsrede ist nicht der Ort für Seitenhiebe.
Tipp 4: Würdige die Leistung, aber übertreibe nicht
Natürlich gehört eine Würdigung der beruflichen Leistung dazu. Aber halte diesen Teil kurz und konkret. Niemand will eine Aufzählung aller Projekte der letzten 20 Jahre hören.
Stattdessen: Was hat den Kollegen als Arbeitskollegen besonders gemacht? War er der Ruhepol im Team? Die Person, die immer eine Lösung gefunden hat? Der Kollege, bei dem man morgens zuerst auf einen Kaffee vorbeikam?
Konzentriere dich auf das, was bleibt: Nicht die Projekte, sondern der Einfluss auf das Team und die Arbeitskultur.
Tipp 5: Nutze einen Redengenerator als Starthilfe
Im stressigen Arbeitsalltag fehlt oft die Zeit, sich stundenlang hinzusetzen und eine Rede zu schreiben. Gleichzeitig will man nicht mit einer lieblos zusammengeschusterten Rede auftreten.
Ein Redengenerator kann hier die perfekte Lösung sein. Du beantwortest einige Fragen zum Kollegen, zur gemeinsamen Zeit und zum Anlass. Innerhalb weniger Minuten erhältst du eine persönliche, fertige Rede, die du als Grundlage nutzen und mit eigenen Anekdoten verfeinern kannst.
So hast du in der Mittagspause eine solide Rede statt nach Feierabend noch stundenlang vor einem leeren Dokument zu sitzen.
Tipp 6: Der richtige Abschluss
Der Schluss einer Abschiedsrede ist genauso wichtig wie der Anfang. Hier entscheidet sich, welches Gefühl die Zuhörer mitnehmen.
Gute Abschlüsse:
- Ein ehrlicher, persönlicher Dank
- Ein Wunsch für die Zukunft (Ruhestand, neuer Job)
- Ein humorvoller Ausblick („Wir erwarten dich trotzdem jeden Freitag zum Mittagessen.“)
- Ein gemeinsames Anstoßen
Vermeide abgedroschene Zitate aus dem Internet. Ein ehrliches „Wir werden dich vermissen“ ist wertvoller als das hundertste Konfuzius-Zitat.
Tipp 7: So meisterst du den Vortrag
Eine Abschiedsrede im Büro ist zum Glück weniger förmlich als eine Hochzeitsrede oder Trauerrede. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die den Vortrag deutlich besser machen:
- Übe einmal laut: Lies die Rede mindestens einmal komplett laut vor. So merkst du, wo Sätze zu lang sind oder wo du ins Stocken gerätst
- Halte dich an 3 bis 5 Minuten: In der Kürze liegt die Würze. Die Kollegen stehen oft und wollen irgendwann ans Buffet
- Sprich frei, wenn du kannst: Notizen sind völlig okay, aber versuche, nicht nur abzulesen. Blickkontakt mit dem Kollegen und den Zuhörern macht die Rede lebendig
- Starte mit Energie: Die ersten Sekunden setzen den Ton. Lächle, sprich klar und zeige, dass du dich auf die Rede freust
- Schließe mit einem Toast: Wenn es passt, beende die Rede mit einem gemeinsamen Anstoßen. Das gibt der Rede einen natürlichen Abschluss
Zusammenfassung
Eine gute Abschiedsrede braucht keine großen Worte. Sie braucht persönliche Geschichten, ehrliche Wertschätzung und den richtigen Ton. Kläre den Rahmen, erzähle konkrete Anekdoten, halte dich kurz und übe den Vortrag. Wenn du Hilfe beim Einstieg brauchst, nutze einen Redengenerator als Starthilfe. Dein Kollege wird es dir danken.
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